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Zurück Richtung Heimat

Neue Situation – neue Entscheidung

Was sich nicht alles innerhalb einer Woche verändert! Ihr kennt das: Nichts ist beständiger als der Wandel…

In den letzten Tagen überschlugen sich die Meldungen bezüglich der Coronaseuche und die Art und Weise, wie damit in den einzelnen Ländern verfahren wird. Da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, stellte ich lange meine Einschätzungen hinten an. Mehrere Alternativpläne hatten wir lange diskutiert und in der Hinterhand.

Auf unserem Campingplatz am Rande von San Diego und während unserer ersten Tour nach dem Ankunftstag spürte man nur anhand einiger leergefegter Ladenregale und dass der Vergnügungspark SeaWorld seine Tore geschlossen hatte, etwas von der sich anbahnenden Entwicklung. Die Leute vergnügten sich draußen in den Lokalen, in den Parks, auf Spielplätzen und am Strand. Jogger waren zuhauf unterwegs, Kunden bevölkerten die Supermärkte und auch unser Campingplatz schien unaufgeregt und emsig in Betrieb zu sein..

Sicherheit zuerst

Wir hatten vorsorglich einen abseitigen Stellplatz auf dem Gelände gewählt, nahe gelegen zum nächsten Sanitärgebäude, hell und sonnig, mit Strom- und Wasseranschluss und reichlich Abstand vom übrigen Betrieb und anderen Campern.

Mit etlichen Reisebekanntschaften waren wir in lebhaftem Austausch, verfolgten die Nachrichten und hielten Kontakt zur Familie. Zwischenzeitlich plagten uns auch Erkältungsanzeichen, die wir aber den hin und wieder kalten Füßen, den tiefen Nachttemperaturen und den kühlen Sanitärräumen zuschrieben und uns mit unserer notfalls bestehenden vorzüglichen Krankenversicherung beruhigten. Vorsorglich hatten wir auch über Seabridge die Möglichkeiten der Rückreise sondiert. Unsere Urlaubsreisestimmung im eigentlichen Sinn war verschwunden. Wir hielten uns nur noch im und am Amigo auf. Auf eine weitere Tour durch San Diego verzichteten wir. Das Treffen von Freunden in Los Angeles wurde fallen gelassen.

Zurück nach Hause

Am Donnerstagabend kam dann die Meldung, dass in Kalifornien nun ein Ausgehverbot angeordnet wurde. Vermutlich werden weitere Bundesstaaten folgen. Die Grenze nach Kanada ist bereits geschlossen. Unsere Entscheidung: Zurück nach Hause!

Dank der Routenplanungsmöglichkeiten diverser Programme haben wir heute die ungefähre Strecke ausgelotet und werden abseits der großen Autobahnen Richtung Baltimore rund 4900 Kilometer durch für uns unbekannte Landstriche fahren. Wir wollen zügig reisen, dennoch nicht hetzen. Wir haben (noch) nicht das Gefühl, auf der Flucht zu sein!

Am letzten Nachmittag bis in den Abend dann noch eine Wohnmobilreinigung, Grillwürstchen mit Kartoffeln und Bohnen, ein letzter Waschgang, Packen, Duschen und die letzten zwei Folgen der ersten Staffel der Serie „Borgen“…

Unterwegs

Inzwischen stehen wir auf einem Campground am Colorado River und konnten bereits bei 22 Grad Celsius den Sonnenuntergang genießen. Eigentlich war der RV-Park wegen Corona geschlossen, aber Saradevis Charme ermöglichte uns, eine Nacht, möglichst abseits der langfristigen Gäste, zu bleiben.

Sofern Internet verfügbar ist, wollen wir die Rückreise auch mit einigen Fotos illustrieren und euch so auf dem Laufenden halten…

Overgaard, 22.03.2020

Wir freuen uns auf den Austausch mit dir...

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Ilona Haupt-Roloff

    Ich wünsche euch eine zügige und sichere Reise quer durch die USA,! Hauptsache ihr bleibt gesund und kommt irgendwann sicher zuhause an. Ich habe heute die “Rückreise von Paul und Boy und einem Freund verfolgt. Paul sitzt ja nun in London und fliegt um 12 nach Amsterdam. Unser Freund hing seit einer Woche auf Tahiti fest und kam gestern in Paris nach 48 Stunden an, er müsste jetzt in Frankfurt sein. Nur mein Neffe hat sich noch nicht gemeldet, er bereiste Südamerika seit Oktober und sollte an diesem Wochenende von Kolumbien zurück kommen. Ich bin froh, wenn alle Gestrandeten wieder zuhause und gesund sind!
    Bis bald, Ilona

    1. mmk

      Hallo Ilona,
      ja, wir leben in sehr unruhigen Zeiten. Pauls Reisegeschichte haben wir auch verfolgt und sind deswegen auf das Schlimmste gefasst. Trotzdem wollen wir die Tour zur Ostküste zurück noch möglichst genießen. Bleibt gesund! lg sama

  2. Ralf Hagemeister

    Viel Glück

    1. mmk

      Lieber Ralf, haben wir doch als stete Reisebegleitung. Bleibt gesund und liebe Grüße an die große Familie. sama

  3. Chris und Wim

    Passt gut auf euch auf, so wie wir hier auf uns aufpassen!

    1. saradevi

      So machen wir’s! Genug Schutzengel haben wir auch dabei. Da müsste alles gut gehn…