Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen.

Aristoteles

Im 7Mind Impuls der neunten Woche geht es um die Rolle, die die soziale Anerkennung in unserem Leben spielt. Ist sie Motivator, oder wie eine  Droge, an der wir unser Handeln ausrichten, um anderen zu gefallen? Was würde also passieren, wenn Anerkennung von außen einfach keine Rolle mehr spielen würde?

Die optimalen Bedingungen

In der neunten Woche hatte ich optimale Bedingungen, um dieser Frage nach zu gehen – ich war allein auf Texel, terminfrei und mein einziger Maßstab.
Letzteres ist eine noch recht junge Erfahrung, da ich ja bis vor zwei Jahren noch in diversen Arbeitsfeldern parallel tätig und permanent im Austausch mit anderen war. Jetzt, nach Arbeitsende gepaart mit Corona, habe ich zeitweise das Gefühl, in einem Paralleluniversum gelandet zu sein. Einem Universum weitestgehend ohne „soziale Kontrolle“, in dem es sich aber auch sehr gut leben lässt.

Von der Lust, niemandem gefallen zu wollen…

In dieser Woche werkelte ich also an den Reiseberichten bzw. Fotos auf dem Blog, nähte munter weiter an meinem Quilt, besserte Kleidungstücke aus und schnitt mir die Haare. Wie immer war ich selbst meine größte Kritikerin, aber im Großen und Ganzen zufrieden.

Mir wurde bewusst, dass ich es als große innere Freiheit empfinde, mit dem, was ich tue, „niemandem“ gefallen zu müssen, außer mir selbst. Nicht, dass ihr mir nicht wichtig wäret oder egal. Eure Anerkennung und euer Feedback sind wohltuend, hilfreich und förderlich, aber nicht die Triebfeder meines Handelns.

Motivation als Triebfeder?

Allerdings sinkt meine Motivation, Vorhaben voranzutreiben oder auch zum Abschluss zu bringen, ohne Feedback und soziale Anerkennung – dann kommt es irgendwie auch nicht so darauf an. In dem Punkt erlebe ich mich als soziales Wesen – mich rein aus mir heraus zu motivieren, fällt mir eindeutig schwerer.
Zuletzt habe ich mir die Frage gestellt, ob Kritik auch soziale Anerkennung ist? Wenn Kritik wohlwollend geäußert wird, egal ob negativ oder positiv, setzt sie doch auf eine Art die Anerkennung dessen voraus, was ich tue, oder?

Auch wenn ich sicher nicht immer auf Kritik aus bin, so sind doch durch die kritische Beäugung / Anerkennung stets bessere und kreativere Ergebnisse herausgekommen – auf diese Anerkennung und den damit verbundenden Austausch möchte ich keinesfalls verzichten.

Saradevi, 04.03.202

 

PS: Wieviel soziale Anerkennung benötigst du? Was wäre, wenn sie einfach ausbliebe?

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