Dieser plakative Gedanke begegnete mir neulich beim Schökern der Zeitschrift „Moment by Moment“. Nach dem Motto „weniger ist mehr“, haben Saradevi und ich in den letzten Jahren immer mehr „abgespeckt“. Das Haus wurde aufgegeben und ein kleine Wohnung zur Miete bezogen, Saradevi gab ihre berufliche Arbeit auf und ich ging in Rente, wir haben nur noch zwei statt 6 Fahrräder. Von vielen Dingen haben wir uns getrennt. Und doch glaube ich, dass wir noch sehr gut leben und uns nur auf hohem Niveau beschränken. Anlässlich des Klimawandels und der gesellschaftlichen Herausforderungen, die damit verbunden sind, wird sich unser Leben aber weiter ändern (müssen). Was brauche ich wirklich (nicht) zum Leben?

Rücklblickend kommt es mir so vor, als seien die letzten zwei Monate auf Texel sehr nass gewesen. Am heutigen Silvestertag regnet es wieder kräftig, was die Jahresendstimmung im Chalet heimelig unterstützt. Nachmittags schien dann doch freundlich die Sonne. Eine Verheißung für das neue Jahr?

Von Feiern und Ausflügen

Wir pendelten seit meinem letzten Blogbeitrag weiter zwischen Dinslaken und Texel hin und her.

Auf Texel hatten wir wenige, dafür sehr nette Begegnungen. Per Videokonferenz nahm ich an Workshops bzgl. des Projekts „AUF!leben“ teil und nutzte die Gelegenheit mit dem Rad und zu Fuß auf der Insel unterwegs zu sein. 

In Dinslaken fand die Martinikirmes, die traditionell von Saradevi und Rosetta besucht wurde, in kleinerem Rahmen statt. Ich selbst erlebte nur das Feuerwerk von unserem Dachfenster aus. Saradevi nahm an zwei Beerdigungen von Vätern im Freundeskreis teil, was mich daran erinnert, dass wir nun selbst allmählich zur äteren Generation zählen. Die glücklichen Geburten von Liara und Lius unterstreichen dies ebenso.

Die Feier zum 80. Geburtstag von Günter musste sicherheitshalber wegen Corona ins nächste Jahr verschoben werden. Im Mai 2022 werden wir dann „160 Jahre Doris und Günter“ feiern. Mit Ausflügen zur DASA und zum Gasometer verbrachten wir nette Stunden im kleinen Kreis.

Mit Saradevi fand ein Ausflug zu „Tiger und Turtle“ in Duisburg per Straßenbahn statt. Ein Erlebnis der besonderen Art. Wer das Ruhrgebiet erkunden will, sollte eine Fahrt mit der Linie 903 von Dinslaken nach Duisburg erwägen.

Gemeinsam mit Leo und David verbrachten wir etliche Stunden ebenfalls in der DASA und waren auch während meiner Geburtstagsfeier und am 3. Weihnachtstag zusammen. Heiligabend statteten wir zunächst der Trabrennbahn einen Besuch ab. Anschließend feierten wir bei leckerem Essen und anschließendem Rummikub Weihnachten bei den Oldies.

Amigo ahoi

Unser Amigo ist nun wieder bei uns und fast schon startklar für die nächste große Reise. Mit der Innenrenovierung sind wir sehr zufrieden und auch äüßerlich macht unser Wohnmobil einen guten Eindruck. Wir werden nun in Ruhe die weiteren Vorbereitungen auf Texel treffen.

Im Rückspiegel

Weihnachten ist vorüber. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Mein Blick in den Rückspiegel findet bestätigt, was ich empfinde: Ein Jahr voller Ereignisse ging wieder einmal scheinbar rasend schnell vorbei. Die Gepflogenheit, in einem Jahresbrief für die Familie, den Freundeskreis und liebgewonnenen Personen – und auch für Saradevi und mich – das alte Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen, habe wir mit der Herausgabe unseres Blogs zunächst einmal beendet.

Ich werde mir bestimmt auf Texel mit Saradevi Zeit nehmen, unsere diesjährigen Blogbeiträge noch einmal zu betrachten und die zurückliegenden Ereignisse gebührend wertschätzen. Vielleicht habt ihr ähnliche Bräuche?!

Frohes neues Jahr

Wir wünschen euch für das neue Jahr eine stabile Gesundheit, Erfolg für die Erreichung eurer Ziele, Mut und Kraft neue Wege zu beschreiten, wenn die ausgetretenen Pfade Unbehagen bereiten und Zuversicht, dass das Leben den richtigen Weg weisen wird.

Den Hoorn, 31.12.2021

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