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Nun bin ich bald schon zwei Wochen im Ruhrgebiet. Seit dem 24. teile ich mir unsere kleine Wohnung wieder mit Saradevi. Zum Wiedereinstieg in die Zweisamkeit feierten wir unseren Jahrestag. Auf dem Weg von Texel nach Dinslaken fuhr Saradevi an einem Coronatestzelt in Moers vorbei – sie kam schließlich aus einem Risikogebiet. Nach zwei Tagen war bereits das Ergebnis digital übermittelt: negativ!

Damit hat das „Junggesellenleben“ ein Ende genommen. Wie schnell man sich doch an ein herrliches Lotterleben gewöhnen kann? Die Nacht wird zum Tage gemacht. Chips und Schokolade werden beim Fernsehen genossen. Aufgeräumt wird erst beim Kochen des ersten Tees am Morgen. Alle Sachen liegen zum nochmaligen Gebrauch griffbereit im Zimmer verteilt. Das Bett ist gelüftet und steht für ein Nickerchen jederzeit zur Verfügung. Leergut stapelt sich ungezwungen im Küchenbereich. Gegessen wird, was schmeckt und schnell gemacht ist. 

Damit ist nun erst einmal wieder Schluss. Ordnung muss sein. Nun heisst das Motto wieder: Ordentlich gesund uralt werden! Und ehrlich gesagt: Es tut gar nicht weh und überwiegend vermisse ich dieses sogenannte „Junggesellenleben“ auch nicht. Die letzten zwei Wochen stellten für mich dennoch einen genussreichen Rhythmuswechsel dar.

Nun heisst es, wieder Ordnung zu halten. Auf sich zu achten. Gesund zu leben. Zu zweit und mit anderen Spaß zu haben. Am Sonntag werden wir mit Freunden Doppelkopf spielen und etliche andere Begegnungen warten auf uns.

Ich war übrigens kurz in Warstein. Auf dem Gelände der LWL-Klinik. Eines meiner vielen ehemaligen Lieblingspflegekindern startet dort in die nächste Lebensrunde und bat mich um Transportunterstützung.

Meine rechte Wade macht weiterhin Probleme, scheint aber allmählich zu heilen…

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