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Jetzt sind wir auch offiziell wieder da…

„Jetzt seid ihr auch offiziell wieder da“, resümierte Rosetta anlässlich ihres Geburtstages. Und ja, es stimmt – bei der Planung der Rückreise von Kanada hatte ich tatsächlich im Blick, pünktlich zum Geburtstag wieder zurück zu sein.

In eine Corona-Lethargie verfallen

Die Zeit seit unserer Rückkehr ist wie im Fluge vergangen und vieles von dem, was ich eigentlich machen wollte, ist noch unvollendet. Corona hat mich auf eine ganz subtile Weise ausgebremst. Wo ist die fleißige Biene, die unermüdlich an ihren Vorhaben arbeitet?

Nicht, dass ich mich apathisch aus dem Leben zurückgezogen hätte. Nein, vielmehr erscheinen einige der alten Vorhaben unwirklich, wie auf wundersame Weise abgeschnitten von einer veränderten Realität.

So habe ich weder an meinem Reisetagebuch gearbeitet, noch an den Themen „Fotohefte zu einzelnen Tour-Abschnitten“. Auch das Indesign-Buch zum besseren Verständnis des umfangreichen Bearbeitungsprogramms ist erst zu einem Drittel gelesen…

Es ist da eine sonderbare Hürde, die mich davon abhält, mich diesen Dingen zu widmen, gleichwohl sie vor meinem geistigen Auge schon Form angenommen haben. Es hat sich in den letzten Monaten so viel verändert, dass Rückblicke wie Zeugnisse aus einer anderen Welt scheinen, einer Welt, die es so in absehbarer Zeit nicht mehr geben wird. Woran also anknüpfen bzw. wie verknüpfen?

Es braucht ein Umdenken…

Vielmehr braucht es ein Umdenken und ein verantwortungsvolleres Handeln. Unsere Reise, wie auch Corona, haben mein Leben innerhalb des letzten Jahres nachhaltig beeinflusst und mir viele Änderungsimpulse mit auf den Weg gegeben. Ein Leben wie bisher möchte ich nicht mehr führen. Dazu demnächst mehr.

Dankbar für das sein, was ist!

Dass wir unsere Reise bis Kalifornien völlig unbeschwert und ohne nennenswerte Zwischenfälle genießen konnten, nehme ich als großes Geschenk wahr. Gelebte Unbeschwertheit – ein Schatz, den es zu bewahren gilt.

Zudem bin ich dankbar, dass in unserem privaten Umfeld bislang alle gesund geblieben sind und die Situation in Deutschland so ist wie sie ist. Ich bin dankbar, in einem Land mit einem so guten Gesundheits-und Sozialsystem zu leben, gleichwohl wir alle auf individuelle Weise von Corona und den damit verbundenen Regeln betroffen sind.

Und sonst?

Ansonsten bin ich viel im Hier und Jetzt, genieße die Zeiten auf Texel (auch auf unserer vergrößerten Terrasse) und in Dinslaken, widme mich viel den Nachrichten, habe meine Finanzen neu geordnet, mich entschieden, mich für die Jazz-Initiative Dinslaken zu engagieren, treffe mich mit lieben Menschen und lasse es mir einfach gut gehen – manchmal noch mit schlechtem Gewissen. Einfach nichts tun zu müssen, wirft die Frage auf, was ich denn gern tun möchte. Auch das ist eine spannende Reise zu mir selbst und ich bin gespannt, wo sie mich noch hinführt.

Zu einer Antwort hat sie mich schon gebracht: Da ich immer auch Ziele brauche, auf die ich mich zu bewegen, auf die ich hinarbeiten kann, haben wir geplant, uns in 2022 noch einmal für längere Zeit auf den Weg zu machen. Zuversichtlich darf man ja sein…

Sind auch Bereiche deines Lebens von so etwas wie einer Corona-Lethagie erfasst? 

Liebe Grüße aus dem herbstlichen Dinslaken

Saradevi

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