… und so ging auch unser Kurzurlaub im Süden zu Ende. Am 17. Juli machten wir uns auf den Rückweg ins Ruhrgebiet. Bozen hatten wir während eines Tagesausflugs schon von unserem Campingplatz aus besucht. Nun führte unser Weg über Meran, wo wir für eine Übernachtung blieben und uns Zeit für eine Stadtbesichtigung sowie eine kurze Waalwegwanderung nahmen.

Dann ging es weiter über den Reschenpass zum Bodensee. In der Umgebung von Moos am Zellersee blieben wir für ein paar Tage auf zwei Womo-Stellplätzen. Badetag und Radtour nach Stein am Rhein standen u.a. auf unserem Programm. 

Die Fahrt mit den Brompton-Rädern dorthin kostete mich mal wieder mehr Kraft als gedacht, denn der Uferweg von Moos nach Stein am Rhein entpuppte sich im letzten Drittel zunehmend als Berg- und Talfahrt. Bei unserer Ankunft wurden wir mit einem malerischen Stadtbild und Aussicht auf den Rhein belohnt. Der Rhein ließ sich bis auf den Grund gucken, das Wasser war herrlich klar. Während einer Mittagspause waren die Strapazen auch rasch (fast) vergessen.

Den Bodensee verließen wir am nächsten Tag Richtung Straßburg. Gemächlich rollten wir zum nächsten Wohnmobilstellplatz in Kehl am Rhein. Von dort ging es am nächsten Morgen zu Fuß über den Rhein in die Altstadt nach Straßburg. (Das Ventil meines Vorderrades war defekt geworden, dummer Weise gab es in Kehl keine Räder zu mieten und aufwändig flicken wollte ich nicht…)

Straßburg hat uns gut gefallen, der Stadtkern ist wirklich prächtig anzusehen und das Straßburger Münster (auch Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg genannt) wirklich imposant. Der Bummel durch die alten Gassen, entlang der Kanäle, verführte oft zu Fotostopps. Den Rückweg legten wird abends per Straßenbahn nach Kehl zurück.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Metz. Dort hatten wir schon einmal vor Jahren eine Zwischenübernachtung auf unserem Heimweg von Südfrankreich eingelegt. Und dieses Städtchen mussten wir unbedingt noch einmal sehen. Neben einem ausgiebigen Bummel durch etliche Gassen zog es uns auch wieder in die Kathedrale Saint-Étienne mit den herrlichen Glasmalereien und imposanten Deckengewölben. Die Nacht verbrachten wir nahe der Mosel auf einem Parkplatz für Wohnmobile.

Am 23. Juli erreichten wir dann pünktlich Bonn, wo uns Janine und David erwarteten. Hier war Gemütlichkeit auf dem Balkon, Geplauder und Fachgesimpel angesagt; nur unterbrochen vom Genießen der Tarta de Santiago, dem berühmten spanischen Mandelkuchen sowie einem Spaziergang zum auswärtigen Abendessen. Schön, dass es diese Gelegenheiten zum Zusammensein immer mal wieder gibt – bald sicher auch wieder durch Brigitte und Dirk bereichert.

Tags darauf fand nachmittags die regelmäßige Doppelkopfrunde bei uns im Dinslakener Apartment statt. Dieses Kartenspiel war von Anfang an ein gesellschaftliches Ereignis, während dessen auch Doppelkopf gespielt wurde. Wir genießen es! Dass dieses Mal Saradevi Platz 1 bis zum Schluss behaupten konnte, spricht nicht für gute Gastgeberschaft, erfüllt die Seele aber mit Stolz.

Den Samstag gestalteten wir als Hochamt der Entspannung. Einfach durch den Tag gammeln und sich wundern, wie schnell die Zeit dabei vergeht, und abends zum Jazz Open Air im Burgtheater…

Für den Sonntag stand die Fahrt nach Bad Driburg an. Doris erwartete uns am Eingang der Reha-Klinik, die wir alle wegen der Coronaregeln nicht betreten durften. Stattdessen schlenderten wir durch das Klinikgelände und besuchten ein Lokal zum Mittagstisch. Zum Ausklang dieses schönen Tages ging es noch durch den Kurpark zu Kaffee und Kuchen. Der Wettergott war uns hold und schickte seine Grüße erst, als wir bereits auf der Autobahn den Rande des Ruhrgebietes erreichten. 

Als wir uns schlafen legten, konnten wir noch nicht wissen, dass am nächsten Morgen der gesamte Hauskeller unter Wasser stehen würde…

Heute am Donnerstag ist wieder Alltag eingekehrt: Der Schaden im Keller hält sich in engen Grenzen – das Ausräumen, Trocknen und Einräumen nahm viel Zeit und Kraft in Anspruch.

Etwas wehmütig trennten wir uns von den Brompton-Rädern. Glücklich sind wir darüber aber auch: Sie haben ein sehr würdiges, neues Zuhause gefunden! Ob wir das auch bezüglich unseres ans Herz gewachsenen Amigos bald sagen werden? Einige Erwägungen sprechen vernünftigerweise für den Verkauf. Sollte er wider Erwarten nicht zustande kommen, ist bereits Plan B in der Tasche…

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